Als der Waschbär das Laufen lernte ...

Die Witty-Story

 

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Siebziger

In den 70ern werden dank gut gefüllter Kassen zahlreiche kommunale Hallen- und Freibäder gebaut. Dr. Siegfried Witty gründet den Unternehmensbereich Schwimmbadpflege. Durch die schnell wachsende Produktpalette, das gezielt erworbene Fachwissen und den Direktvertrieb gelingt es Witty schnell, sich als kompetenter Partner der öffentlichen Bäder in Deutschland zu etablieren.

In Dinkelscherben – im Herzen des Naturparks Augsburg – ist ein großzügiger Produktionsbetrieb sowie ein Entwicklungslabor für das ständig wachsende Unternehmen entstanden.

Ein modernes Großraumbüro und das erweiterte Labor bieten Raum für die weitere Entwicklung. Nun fehlen neue Arbeitskräfte für das Werk. Deshalb wird im Juni 1973 an „alle Haushaltungen in Dinkelscherben und Umgebung“ eine Einladung zur Werksbesichtigung verschickt und für die „modernen, hellen Arbeitsplätze ohne Akkord- und Schichtarbeit“ geworben. Handliche Kanister aus PE-Kunststoff lösen die bisher üblichen Blechgebinde ab.

Neunziger - Küche wird zweites Standbein

Mehr als 50 Jahre stand Dr. Siegfried Witty an der Spitze des Familienunternehmens. 1999 übergibt er die Geschäftsführung an seinen 43jährigen Sohn, Dr. Hubert Witty. Der Generationswechsel geht auch mit einer neuen Geschäftsform einher. Das Unternehmen firmiert jetzt als GmbH & Co. KG. Das Produktsortiment für die Großraum- und Schwimmbadpflege ist sehr erfolgreich am Markt platziert. Nun rückt ein neuer Bereich in den Fokus: Schwerpunkt der Produktentwicklung wird die Küchenhygiene.

Kundenplattform Mein.Witty

Das neue Angebot im Internet startet im Jahr 2011. Noch mehr Service: Ob Liefertermine abrufen, Sicherheitsdatenblätter einsehen oder einfach online bestellen - Witty-Kunden sind ab jetzt rund um die Uhr bestens informiert.

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Am Anfang war die Idee

Der Rechtsreferendar Siegfried Witty gründet mit Unterstützung seines Vaters, Xaver Witty, in Augsburg ein Unternehmen für chemische Erzeugnisse und Baustoffe. Die Anfänge direkt nach dem Krieg sind mehr als bescheiden: Verkauft werden Dachplatten sowie Schmierseife für Arztpraxen. Zur Chemie kommt Siegfried Witty  durch den „Zufall“ eines Fasses Fettsäure. In drei Kesseln – Kochkessel des ehemaligen Reichsarbeitsdienstes – wird daraus Seife gekocht. Der Schritt in die Selbständigkeit,  noch vor Abschluss des zweiten juristischen Staatsexamens, ist getan. Und der Wunsch nach Unabhängigkeit und unternehmerischer Freiheit geht nach und nach in Erfüllung.

Die erste Heimat des Unternehmens befindet sich im Rückgebäude des elterlichen Wohnhauses in der Kaiserstraße 17, Augsburg (heute Konrad-Adenauer-Allee). Das mit Architekturpreisen ausgezeichnete Jugendstil-Gebäude ist bis heute in Familienbesitz.

Fünfziger - Hauptberuf "Unternehmer"

1950, das Jahr in dem Siegfried Witty seine Frau Irmgard heiratet, sein Jurastudium abschließt und nun mit ganzer Kraft am Aufbau des Unternehmens arbeitet. Die Handwaschpaste Witty-Manulin ist ein Markenprodukt der ersten Stunde, das die Firma Witty über 50 Jahre erfolgreich verkaufen wird. Weitere Produkte sind Witty-Lava und Witty-Lavana.

Das Wirtschaftswunder sorgt für einen enormen Aufschwung. Umsatz und Mitarbeiterzahl gehen steil bergauf. Witty beschäftigt 1955 sieben Mitarbeiter im Innendienst sowie vier Mitarbeiter im Außendienst. Die Produkte werden noch vom Geschäftsführer selbst entwickelt. Zur Handwaschpaste und zu den Seifen gesellen sich nach und nach Produkte zur Bodenpflege. Mit dem Flüssigwachs Witta kommt ein neuer Verkaufsschlager in das Produktprogramm. Das Konzept des Direktverkaufs und der Produktvorführung beim Kunden erweist sich immer mehr als das Erfolgsrezept des Unternehmens.

 

Sechziger - Wer Witty tippt, tippt tipptopp

Viele Bundesbürger blicken optimistisch in die Zukunft: Die Spuren von Krieg und Zerstörung weichen dem Wiederaufbau. Die Wirtschaft wächst, der Export steigt, die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt ist positiv. Steigende Löhne beteiligen jetzt auch die Arbeitnehmer am wachsenden Wohlstand und ermöglichen ihnen erste, zaghafte Schritte in die neue Welt des Konsums. Diese Entwicklung spiegelt sich auch in den neuen Werbeslogans der Firma Witty. Überhaupt wird Werbung groß geschrieben in dieser Zeit, denn: Wer Witty tippt, tippt tipptopp.Der Platzbedarf für die Produktion wächst mit der Produktpalette. 1964 erhält Dr. Siegfried Witty die Baugenehmigung für ein Produktionsgebäude in Dinkelscherben. Die ersten Planungen beginnen.

Die Fachberater sind es, die den entscheidenden Anstoß zur Entwicklung von Produkten für Schwimmbäder geben. 1967 kommen die ersten Pool-Produkte für die Wasseraufbereitungund Schwimmbad-Reinigung auf den Markt: Witty-Pool Blau, Witty-Pool Rot und Witty-Pool Gelb.

Achziger - Erste Witty-Dosiertechnik

Der Chemiker Dr. Hubert Witty, Sohn des Firmengründers Dr. Siegfried Witty,  tritt in das Unternehmen ein. 1984 ist auch das Geburtsjahr des Witty-Waschbären – bis heute Logozeichen und  Sympathieträger des Unternehmens.

Damit Witty-Pool Produkte für die Wasseraufbereitung im Schwimmbad optimal angewendet werden, beginnt Witty eine eigene Dosiertechnik-Produktion. 1982 wird die erste selbst entwickelte Anlage, eine Witty-Doscal für die Wasserdesinfektion, erfolgreich auf den Markt gebracht.

 

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Das neue Jahrtausend

Auf rund 5 Mio. DM belaufen sich die Investitionen für das neue Fertigwarenlager mit Kommissionierzone, Logistik und dem technischen Produktionsbereich. Nach nur 10 Monaten Bauzeit wird die hell gestaltete Halle in Betrieb genommen. 8,50 Meter lang, 3,80 Meter hoch und 3,5 Tonnen schwer: das sind die Maße der neuen Gebindewaschanlage von Witty. Hier werden die Mehrweg-Kanister maschinell gereinigt, bevor sie erneut befüllt und ausgeliefert werden.

Bis zum Sommer 2005 wird die Fläche des 1976 gebauten Bürogebäudes nahezu verdoppelt. Auf dem Betriebsgelände wird ein neues Tanklager für Rohstoffe errichtet. Rund 500 – große und kleine – Gäste kommen zur ganztägigen Einweihungsfeier. Sie besichtigen das Betriebsgelände mit dem neuen Tanklager und dem vergrößerten Verwaltungsgebäude.

2013 startet das neue Geschäftsfeld Trinkwasser.

Witty-Aqua heißt die neue Produktlinie für Trinkwasserversorger. Ein komplettes Angebot aus Chemie, Technik, Service und Wasseranalysen.

Geschäftsführung verstärkt:

Seit September 2017 leitet der Schweizer Rolf Kunz die Niederlassungen in Österreich und der Schweiz. Im Januar 2018 tritt Thilo Schindler in die Geschäftsführung ein.

 

Seit 75 Jahren ist Witty erfolgreich. Darauf sind wir stolz. Erfolg ist keine Eintagsfliege. Wir haben ihn uns hart erarbeitet.
Als kompetenter und verlässlicher Partner für Schwimmbäder, Großküchen und Trinkwasser-Versorger.