Aus dem Alltag eines Fahrers ...

... unser Auslieferungsfahrer berichtet

 

Es ist Montagmorgen, mein Wecker klingelt.

Bis zum ersten Kunden liegen drei Stunden Fahrtzeit vor mir. Die Tour geht mit zwei Übernachtungen bis Mittwoch. 29 Witty-Kunden warten darauf, ihre bestellten Produkte geliefert zu bekommen.

Um diese Uhrzeit ist noch nicht viel los auf den Straßen und so komme ich gut voran und treffe pünktlich beim Kunden ein. Der Hausmeister der Schule, der auch für das Schwimmbad zuständig ist, hat schon die Poller beiseite gestellt. So ist die Zufahrt zum Schulgrundstück frei und ich kann direkt rückwärts zur Entladestelle fahren. Praktischerweise ist ein Aufzug vorhanden und so können wir mit dem Kommisionierwagen direkt in den Keller und zum Lagerraum fahren. Das ist sehr angenehm aber bei weitem nicht überall so. Die vollen Kanister abgeladen, das Leergut auf den Wagen und dann bin ich auch schon wieder weg.

Die Strecke zum nächsten Kunden führt serpentinenartig nach oben zu einem Berghotel. Die Straße ist in etwa so breit wie mein LKW und Ausweichmöglichkeiten sind Mangelware, hier kommt dann schon mal „Freude“ auf, vor allem im Winter. Aber es ist Frühling und ich habe freie Fahrt nach oben. Ein weiterer Hotelkunde mit ähnlich schwieriger Zufahrt und dann wird meine erste vorgeschriebene Lenkzeitunterbrechung fällig. 
Diese lege ich inmitten der wunderschönen Bergwelt um mich herum ein.

Bald geht es weiter, runter ins Tal und ab in die nächste größere Stadt, dort warten vier Kunden auf ihre Ware und auf mich viele Ampeln, das heißt „Stop and Go – Verkehr“.  Eine Klinik und drei Freibäder später, ist mein erster Tourtag zu Ende. Am Rande eines Freibadparkplatzes ist für heute Feierabend. Duschgelegenheit im Bad und ein voller Kühlschrank im LKW, machen`s möglich.

Der zweite Tag beginnt morgens mit schweißtreibender Arbeit.

Beim Kunden angekommen, muss der Haustechniker ganz plötzlich, ganz dringend, schnell etwas erledigen...er komme gleich wieder, sagte er und war verschwunden. Also trage ich die bestellte Ware alleine über 53 Stufen hinunter in den Lagerraum des Schwimmbades. Als ich nach 45 Minuten gerade fertig bin und die Wagen mit dem Leergut auf den LKW schiebe, taucht der Techniker wie aus dem Nichts wieder auf und freut sich, dass schon alles ausgeladen ist. 

 

 

Die Damen in der Küche des Altenheimes, das ich als nächsten Kunden beliefere, freuen sich sehr, dass mal wieder ein gelber Witty-LKW eine Lieferung bringt und nicht der Spediteur. Schließlich nehmen wir das Leergut mit und stellen die Ware auch dort ab, wo sie hingehört. „Der Spediteur knallt uns das immer nur auf die Rampe“, sagen sie „und wir können dann schauen, wie wir das alles in den Keller schleppen“. Ja, unser Service wird schon geschätzt und bei den allermeisten Kunden, spüren wir Fahrer das auch.

 

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Gegen Mittag von Tag 2

meiner Tour beginnt es zu regnen und leider verliere ich nachmittags noch eine wertvolle Stunde in einem Stau auf der Autobahn. Dann läuft es gut und ich mache die verlorene Zeit wieder wett.

Der Mittwochmorgen

beginnt wieder mit Sonnenschein, durch die verregnete Nacht, war die Temperatur nachts zum Schlafen im LKW sehr angenehm und so geht es gut ausgeruht in den Endspurt der Tour. 
Vier Kunden sind noch zu beliefern und zwei Leergutabholungen zu machen. Um 11 Uhr ist alles erledigt, jetzt noch zweieinhalb Stunden Fahrtzeit plus vorgeschriebene Pause und ein Tankstopp… wenn nichts dazwischen kommt bin ich um 14.30 Uhr zurück bei Witty in Dinkelscherben. Leergut ausladen und die Tour für Donnerstag/Freitag laden und.....FEIERABEND.


 

 

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